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Johann Andreas Eisenbarth 1663 –
1727 Lebenslauf Manuskript von von
Erich Heinicke 1899- 1972, Magdeburg – Cracau, mit kleinen Ergänzungen von W.Eisenbarth-Köln
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27.03.1663
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Geboren
und getauft in Oberviechtach / Oberpfalz. sein Vater war Mathia
Eisenbarth, Oculist, Stein- und Bruchschneider.
Sein Vater starb vor
1686.
1 Der
Taufschein hat folgenden Wortlaut:
"Eisenbarth.
Daß Hannß Andreas von ehrl. Christl.
Catholischen Eltern, dem Ehrenvesten und Kunstreichen, Herrn
Mathia Eisenbarthen, Bürgern, Oculist, Stein- und
Bruchschneidern alhier., zu Obern Vietach, Dann auch seiner
ehel. Haußfrauen, Maria Magdalena, Gebohrene.. und von
dem Wohl Ehrenvesten und wohlgelehrten, Herrn Johann
Spengler, damahligen Pfarrer unter außgelegter Hand
der 3. Herrn Gevattern, alß des Wohl Edel Gebohrnen
und Gestrengen, Herrn Andresen Wilhelmen von Satzenhoff auf
Mießbach und Guetenfürst, des Ehrenvesten und
Wohlweisen, Herrn Andreas Schnabels, Raths Bürgern
alhier, dann auch des Ehrenvesten und Wohlvornehmen, Herrn
Johann Schwertführers, Richters zu Tiefenbach Anno
1663, im Monat Martij den 27. nach Christl. Cathol. Brauch
in alhiesiger Pfarrkirchen S. Johannis Baptistae alda zu
besagten Obern Viehtach ·getaufft worden, wird Crafft
dieß von eichen unterschriebener Handschrift und
aufgedrückter gewöhnlichen Petschafft hiermit
attestiret und bezeiget. Geben Obern Vietach, am 11. Aug.
1678. M. Johann Wollher Pfarrer."
1 - Akten der Landesregierung Nr.:4872 Blatt 14
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1673
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Ausbildung
des jungen Johann Andreas bei dem Oculisten Alexander Biller in
Bamberg einem Schwager von Eisenbarth.
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1684
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Probestück
(Gesellenstück) mit einener Staroperation als Gehilfe bei Alexander Biller in Bamberg.
2 Eisenbarth geht für ein halbes Jahr in ein Kloster.
² Urkunde im Staatsarchiv Dresden.-Brief an Herzog Friedrich I. von Sachsen vom 27.06.1886
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26.08.86
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Herzog
Friedrich von Altenburg erteilt Eisenbarth ein Privileg für
seine Praxis im Fürstentum Sachsen – Gotha –
Altenburg. Er hat bisher 30 Patienten geheilt und wird durch
den Leibmedicus Dr. Gabriel Clauder und dem Amtsphysikus
Dr. Johann Ußleben geprüft und erhält das
Zeugnis: "Für Augen– Kuren, Stein– Krebs- und
Bruchschneiden genügend erfahren".
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16.09.1686
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Eisenbarth heiratet.
"Herr
Johann Andreas Eisenbarth, Oculist, Stein- und Bruchschneider
allhier, Herrn Matthäi Eisenbarth, auch Oculistens, Stein-
und Bruchschneiders zu Regensburgk, nachgelassener Sohn und
Jungfer Catharina Elisabetha, Herrn Johann Heinigkens, Oculistens,
Stein- und Bruchschneider allhier, eheliche Tochter, sind
Donnerstag, den 16.September in der Brüderkirche copulieret"
(Auszug
aus dem Kirchenbuch von Altenburg Thüringen)
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1686-1688
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Eisenbarth
arbeitet 2 Jahre in Altenburg, gelegentlich in Butterstädt,
und befreit etwa 200 Personen vom Bruch.
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1688
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Im
April zieht Eisenbarth in Weimar ein.
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10.05.1688
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Erhält
Eisenbarth das Privileg für das Herzogtum Weimar für 24
Thaler und 8 Groschen.
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08.02.1689
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Eisenbarth
wird in Erfurt als Bürger angenommen und erhält das
Privileg als Stadtarzt für Erfurt vom Erzbischof Anselm Franz
von Schönborn in Mainz. Er hat bisher etwa 300 Personen
geheilt.
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27.02.1691
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Eisenbarth
erhält vom Rat der Stadt Rochlitz in Sachsen 3 Atteste und
wird darin genannt als:
Kurfürstlicher
Oculist und Wundarzt Kurfürstlich Sächsischer Oculist
und Wundarzt Gotha Altenburgischen Oculist und
Wundarzt Weimar´scher Oculist und Wundarzt Jenaer
Oculist und Wundarzt Stadtarzt Erfurt, Oculist und Wundarzt
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08.11.1692
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Eisenbarth
wird in Dresden vom Medizinnischen Kollegium geprüft und
erhält ein glänzendes Zeugnis. Er erfindet die
"Star-Nadel".
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27.01.1693
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Eisenbarth
erhält das Privileg für Kur-Sachsen.
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10.05.1697
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Eingabe
Eisenbarths an den Rat der Stadt Leipzig. Etwas später ebenso
in Zeitz.
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1697
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Eisenbarth erhält die Zulassung des Königs von Polen
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10.03.1698
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Ein Sohn stirbt.
Lutherstadt
Wittenberg: "Am 10.03.1698 ist Johann Andreas Eysenbarths,
Oculist, Leib- und Wundarztes jüngstes Söhngen auf
hiesigem Kirchhoff beygesetzt und haben die Mittelglocken selber
bezahlet".
(Kirchenbuch
der Stadtkirche)
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1698
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Eisenbarth
arbeitet im Kurfürstentum Brandenburg, dann auch in Stettin,
Stargard, Kolberg und auch in Zeitz.
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1701
1702
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Auf
der Frankfurter Ostermesse wohnte er im Hause "Zur Stadt
Darmstadt", was dem Vater des Lorenz Heister, dem nachmaligen
Dr. med. und Universitätsprofessor in Helmstedt ,
gehört. Eisenbarth schneidet dort einen Darmbruch, einen
Wasserbruch, ein Speckgewächs am Gesicht und unterdrückt
einen grauen Augenstar. Diese Operationen des "sehr
berühmten Arztes" beschrebt Lorenz Heister in seinem "
Medicinisch, Chirurgisch und Anatomischen Wahrnehmungen", die
1753 in Rostock gedruckt werden.
(
vgl. Dr.Karl Brethauer, der Chirurg Eisenbarth im Urteil eine
Zeitgenossen, mit 4 Abbildungen, Sonderdruck aus "Materna
Medica Nordmark" XVIII/12: 762-773 vom Dez. 1966, 2082
Uetersen)
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1701
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Eisenbarth
arbeitet 1701 und vom 05.-14.01.1702 in Nürnberg.
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1702
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Eisenbarth
arbeitet in Würzburg 19.03.- Juni 1792, und anschließend
in Bamberg.
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26.11.1703
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Eisenbarth
kauft in Magdeburg das frühere Brauhaus "Zum güldenen
Apfel" in der Apfelstraße 9, für 3100 Thaler von
den Erben des Kriegskommisars Joh. Friedr. Hoffmeister, das 1671
neu erbaut worden war.
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01.12.1703
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"Johann
Andreas Eisenbarth, Operator, bürtig von Fischtach, hat das
Bürgermahl nebst dem Eymer bezahlet am 1. Dezember mit 12
Thaler".
(Auszug
aus der Bürgerrolleder Stadt Magdeburg)
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01.08.1704
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Eisenbarth
kommt von Kassel aus nach Wetzlar und schlägt vor dem Reichskammergericht
seine Schaubühne auf. Er führt selbst vier mal ein
Gerichtsschauspiel auf, in dem eine kaiserliche Assessorenpartei
verspottet wird, die sich mit einer bayrischen Patei bekämpft.
Friedrich Graf zu Solms, beschwert sich beim Kaiser über
Eisenbarth. Eisenbarth widerlegt diese Angriffe. Der Streit wird
erst 1709 geschlichtet.
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1705
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Eisenbarth
arbeitet in Koblenz und St. Goar wo er urkundlich nachweisbar 12
Patienten heilte, u.a. werden Fleisch und Wasserbruch, Augenfluss sowie
einen grossen Blasenstein von ihm behandelt. Reist dann wieder nach
Frankfurt/Main.
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13.01.1706
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Eisenbarth
arbeitet in Darmstadt und an der Bergstrasse.
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13.01.1707
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"Herr
Johannes Andreas Eisenbarth, Medicus und Operateur, einen Sohn
taufen lassen mit Namen Adam Gottfried. Pfarrer H.N. Calvsius,
Paten Herr Johann Josef Winckler, Inspector, Canonicy et Dohm
Diacony an dem Dom. Monsieur Adam Gottlieb Heinicke, Medicy und
Operator, Frau Peter Vietzens, vornehmen Bürgers Und
Weinhändlers Eheliebste, Ursula Wulffs".
(Auszug
aus dem Kirchenbuch der Johanniskirche in Magdeburg)
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25.03.1707
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Berlin,
Immediateingabe Eisenbarths: Bitte um das Privileg Königlicher
Landarzt. Beigefügt ein Attest des Böttchermeisters G.
Tietze aus Müncheberg über seine Heilung vom 27.01.1707
und des Predigers von St. Petri in Cölln a. d. Spree über
Heilung von Taubheit der Frau Hübner. Eisenbarth beruft sich
auf Zeugnisse des Medizinischen Collegiums von Dresden, der
Medizinischen Fakultät Helmstedt und des Stadt -Physikus in
Magdeburg.
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24.09.1710
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König
Friedrich von Preußen erteilt Eisenbarth das Privileg als
"Königlich Preußischer Landarzt".
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01.10.1711
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Hannover:
Kurfürst Georg Ludwig zu Braunschweig -Lüneburg erteilt
Eisenbarth das Privileg als Landarzt des Fürstentums
Lüneburg. Die Stadt Hannover bietet Eisenbarth 200 Thaler
Jahresgehalt, wenn er dauernd in Hannover bleiben würde,
Eisenbarth lehnt ab und reist weiter nach Berlin und Osterrode.
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03.10.1711
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Eisenbarth
beschwert sich über Konkurenten in Magdeburg. Der
Magistrat versichert Eisenbarth seines Schutzes und untersagt
Konkurenten in Magdeburg die Arbeit
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1712
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Eisenbarth
arbeitet in Coburg und Saalfeld. In Salfeld erhält er ein
Privileg.
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20.05.1713
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Sein Sohn Michael heiratet in Magdeburg
"Eisenbarth,
Johann Michael Medicinae Licent. getraut".
(Auszug
aus dem Register des Traubuches der Johannis Kirche zu Magdeburg,
Dsa Traubuch selbst ist nicht mehr vorhanden.)
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17.01.1714
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Salzwedel:
Eingabe Eisenbarths an König Friedrich Wilhelm I. von
Preußen: Bitte um Confirmation des Privilegs von
1707.Beschwerde Eisenbarths, dass er außerhalb Magdeburgs 5
Groschen Akzise täglich bezahlen müsse.
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29.06.1714
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Confirmation
des Ministers v. Printzen. Von Akzise wurde nichts gewährt.
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07.02.1716
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Berlin: "Seine Königliche Majestät in Preußen etc. Unser allergnädigster
Herr befehlen Dero Magdeburgischen Regierung hiermit in gnaden den
dortigen Oculisten (Augenarzt) Eisenbarth sobald Er wieder daselbst
angelangt seyn in dero höchstem Nahmen anzubefehlen sich alsofort nach
Stargard zu begeben, Woselbst Er sich beym Obristen Lieutenant von
Grävnitz vom Borckschen Regiment, als welcher einen Schaden ans Auge
bekommen, angeben und seinen äußersten Fleiß anwenden soll, solchem
wieder zu helffen. Signatum Berlin den 7. Februar 1716 – Fr. Wilhelm.«
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10.02.1716
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Magdeburg:
Regierung Magdeburg verständigt die Stadt Magdeburg hiervon.
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13.02.1716
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Advokat
Friedrich Müller, Schwiegersohn von Eisenbarth, gibt an, dass
Eisenbarth sich in Münster / Westf. aufhalte.
Eisenbarth wurde zurückgerufen, reist nach Stargard und operiert von Grävenitz erfolgreich.
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08.06.1716 -
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Eisenbarth
arbeitet wieder in Stargard, logiert im Hause Oldenhoffs.
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21. u.
27.07.1716
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Eisenbarth schickte von Stargard aus, großartige Reclamen an die "Stettiner Ordinäre Post" die auch veröffendlicht werden.
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29.08.1716
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Eisenbarth
fährt von Stargard weiter nach Stettin.
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01.09.1716
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Stettin,
wo er durch Manifeste wirbt und dabei auf Erfolge in Stargard,
Stettin, Kolberg und in Preußen hinweist.
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09.09.1716
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Eisenbarth
wirbt in Zeitungen und rühmt sich darin 350 Blasenstein,- Kropf,- Hasenscharten
und 2000 Bruch- sowie eine Vielzahl anderer Operationen ausgeführt zu haben.
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03.-21.11.1716
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Eisenbarth
logiert im Rats- Weinkeller in Stettin am Kohlmarkt.
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01.02.1717
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König
Friedrich Wilhelm I. von Preußen, verleiht Eisenbarth den
Titel eines Königl. Preußischen Hof- Okulisten und Hof-
Rates. (Kosten
200 Thaler)
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1717
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Sohn
Adam Gottfried Eisenbarth bezieht die Schule in Kloster Berga.
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1717 o. 18
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Eisenbarth
wird Schützenkönig in Magdeburg.
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16.03.1721
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Magdeburg:
Herrn Johann Andreas Eisenbarths, Königl. Preußischer
und vornehmen Medici und Oculisten Eheliebste Catharina Elisabeth
begraben worden. Pfarrer. H. Mag. Calvisius.
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1722
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Evangelisches
Pfarramt Arendsee (Altmark) : 1722 Seite 280 Nr.:8: "In der
Woche nach dem heiligen Pfingstfest sindt copuliret allhier
Donnerstags Herr Johann Andreas Eysenbarth, Königl.
Preußischer Rath, und berühmter Hof- Oculist, mit
Frauen Anna Rosina Albrechtinußen, Herrn Christoph Hummels,
gewesenen Bürgers wie auch Operatoris hieselbst,
nachgelassene Witwe"
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1722
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Aus
Otto Heinecke, Chronik der Stadt Alrendsee Seite 187: " 1722
wirkte in Arendsee i.Altmark der berühmte und vielgeschmähte
Doktor Eisenbarth, Königl. Preußischer Rath und
Oculist, der mit der Tochter des berühmten Operateurs Hummel,
der um 1700 in Arendsee lebte, vermählt war."
Bemerkung:
Der Witwer J.A. Eisenbarth hat in 2. Ehe die Witwe Anna Rosina
Albrecht geb. Hummel geheiratet, die auch in seinem Testament
erwähnt ist.
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1722
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Eisenbarth
arbeitet in Quedlinburg.
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1723
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Eisenbarth
arbeitet in Danzig und in Marienburg. (Königsburg in
Ostpreußen)
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01.09.1727
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Göttingen im Gasthof "zum schwarzen Bären":
Eisenbarth setzt sein Testament auf und bestimmt zu seinen
Erben: Seinen Sohn Michael Eisenbarth, seine
Tochter Maria Magdalena, ( verheiratet mit Johann Friedrich
Müller) und ihre Kinder, seine Tochter Susanne Catharina
(Verheiratet mit Capitain Bonniss, Dänemark) seinen Sohn
Gottfried, seine Ehefrau Anna Rosina Albrecht geb. Hummel, der
er ein nicht gerade gutes Zeugnis austellt.
(Die Kopie des in
Göttingen abgefassten Testaments liegt im Landesarchiv
Magdeburg)
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11.11.1727
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Hannoversch
Münden: Eisenbarth stirbt auf der Durchreise im
Eckzimmer des 1. Stockwerkes des Gasthofes " Zum wilden Mann"
nach fünftägiger Krankheit. Auf dem Leichenstein an der
Aegidienkirche zu Hannoversch Münden steht geschrieben:
"Allhier
ruhet in Gott der weiland hochedle hocherfahrene,
weltberühmte
Herr Johann Andreas Eisenbart,
kgl. großbritannisch, Churf.
braunschw. lüneburg. Landarzt,
wie auch kgl. preuß.
Rath u. Hofoculiste in Magdeburg,
geboren anno 1661
gestorben
1727, den elften November 66 Jahr."
Bemerkung:
Die Angaben auf dem Grabstein sind irrtümlich,
Eisenbarth
ist am 27.03.1663 in Oberviechtach geboren und getauft worden und
war bei seinem Tode 64 Jahre alt.
Auch sein Name wurde immer
mit H am Ende geschrieben.
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1728
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Eisenbarths
Haus in Magdeburg wird von den Erben an Christian Wedemeyer für
300 Thaler verkauft.
(Rest
Hypothek 60 Thaler)
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| Genealogie von Johann Andreas Eisenbarth |
Der
Stamm Eisenbarth lässt sich in Unterkochen und Umgebung bis 1380 zurück
nachweisen. Die Sippe besass dort grosse Höfe und Erblehen.
I
Wilhelmus Eysenbarth, Hospitalknecht und Säuschneider in Dinkelsbühl,
gegoren in Unterkochen um 1588 gest. Dinkelsbühl 02.07.1646,
verheiratet Dinkelsbühl 27.05.1613 mit Maria Pfisterer aus Seidelsdorf,
geb, um1581 gest. Dinkelsbühl 07.07.1646
4 Söhne und 4 Töchter in Dinkelsbühl von 1613 bis 1627 geboren.
Der jüngste Sohn:
II
Matthäus Eisenbarth, Okulist,
Stein- und Bruchschneider, geb. Dinkelsbühl am 16.02.1613, gest. vor
1686, verheiratet in Würzburg (Dompfarrei) 17.01.1656 mit Maria
Magdalena, verwitwete Jakob Schaub.
1. Sohn Georg Rudolf Eisenbarth geb. in Goldkronach am 14.03.1659 gest. ???
2. Sohn
III
Johann Andreas Eisenbarth, Okulist, Stein-und Bruchschneider ,
Hofrat, u.s.w. geb. 27.03. 1663, gest. am 11.11.1727 in
Hannovrich Münden , verh. 1 Altenburg Thür. am
16.09.1686 Catharina Elisabetha Heinicke , geb. 20.10.1668, gest.
16.03.1721. verh. 2. Ehe 1722 mit Anna Rosina Albrecht geb. Hummel, Arendsee.
IV
1. Johann Michael Eisenbarth geb. Altenburg 29.09.1888, verh. Magdeburg 20.05.1713 gest. 1727 Berleburg
2. Maria Magdalena Eisenbarth geb. Magteburg 07.01.1791, verh. Magdeburg 02.11.1713 Johann Friedrich Müller
3. Johann Andreas Eisenbarth geb. Altenburg 04.12.1697, begr. Wittenberg 10.03.1698
4. Ferdinand Christoph Eisenbarth geb. Altenburg 04.04.1700
5. Christian Friedrich Eisenbarth geb. Altenburg 16.08.1702
6. Adam Gofffried Eisenbarth geb. Magteburg 13.01.1706
7. Susanna Catharina Eisenbarth geb. ??? verh. mit Capitän Bonnies aus Dänemark
18.02.2012
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